Fact or Fiction?
Idee: Das Plenum bekommt 6 verschiedene Geschichten zu hören, welche unwahr klingen. 3 davon sind original und unverändert aus der Bibel entnommen und 3 weitere sind frei erfunden, könnten aber auch aus der Bibel stammen. Die Zuhörer müssen anschließend voten und sagen welche der Geschichten wahr und welche frei erfunden waren. Diese Abstimmung kann zum Beispiel online via „Hot Potatoes“ oder an der Tafel erfolgen.
Geschichte 1: Die Krankheit Hiskijas – Der Prophet Jesaja kam zum Sohn des Amoz und sagte zu ihm: „der Herr spricht von deinem Tod, bestell dein Hab und Gut, denn du wirst sterben.“ – Da drehte sich Hiskija mit dem Gesicht zur Wand und betete zum Herrn: „O Herr, verschone deinen besten Sohn, sondern blicke unter das Nebendach, denn dort hausen die Sünder, die du suchst. Ich habe jeden Tag gebetet und deine Heiligkeit gepriesen, während sie dich verspotteten und über dich lachten. Lass Gerechtigkeit herrschen und bestrafe die Sünder unter uns!“ – Da wurde der Herr zornig und darauf erkrankte Hiskija an seltenen Seuchen und Krankheiten. – Er starb unter langen Schmerzen in seinem Hause. Seine Nachbarn fürchteten sich, da der Tod für sie nicht zu erklären war. Sie beteten zum Herrn, dass er sie verschonen möge und Gott ließ von ihnen ab. Denn der Wille Gottes ist nicht durch des Menschen Willen zu lenken.
Geschichte 2: Das salomonische Urteil – Damals kamen zwei Dirnen und traten vor den König. Die eine sagte: „Bitte, Herr, ich und diese Frau wohnen im gleichen Haus, und ich habe dort in ihrem Beisein ein Kind geboren. Am dritten Tag nach meiner Niederkunft gebar auch diese Frau. Wir waren beisammen; kein Fremder war bei uns im Haus, nur wir beide waren dort. Nun starb der Sohn dieser Frau während der Nacht; denn sie hatte ihn im Schlaf erdrückt. Sie stand mitten in der Nacht auf, nahm mir mein Kind weg, während ich schlief, und legte es an ihre Seite. Ihr totes Kind aber legte sie an meine Seite. Als ich am Morgen aufstand, um mein Kind zu stillen, war es tot. Als ich es aber am Morgen genau ansah, war es nicht mein Kind, das ich geboren hatte.“ Da rief die andere Frau: „Nein, mein Kind lebt, und dein Kind ist tot.“ Doch die erste entgegnete:„Nein, dein Kind ist tot, und mein Kind lebt.“ So stritten sie vor dem König. Da begann der König: „Diese sagt: ‘Mein Kind lebt, und dein Kind ist tot!’ und jene sagt: ‘Nein, dein Kind ist tot, und mein Kind lebt.’“ Und der König fuhr fort: „Holt mir ein Schwert!“ Man brachte es vor den König. Nun entschied er: „Schneidet das lebende Kind entzwei, und gebt eine Hälfte der einen und eine Hälfte der anderen.
Geschichte 3: Daniel in der Löwengrube – Und Darius aus Medien übernahm das Reich, als er zweiundsechzig Jahre alt war. Und es gefiel Darius, über das ganze Königreich hundertundzwanzig Statthalter zu setzen. Über sie setzte er drei Fürsten, von denen einer Daniel war. Ihnen sollten die Statthalter Rechenschaft ablegen, damit der König der Mühe enthoben wäre. Daniel aber übertraf alle Fürsten und Statthalter, denn es war ein überragender Geist in ihm. Darum dachte der König daran, ihn über das ganze Königreich zu setzen. Da trachteten die Fürsten und Statthalter danach, an Daniel etwas zu finden, das gegen das Königreich gerichtet wäre. Aber sie konnten keinen Grund zur Anklage und kein Vergehen finden; denn er war treu, so daß man keine Schuld und kein Vergehen bei ihm finden konnte. Da sprachen die Männer: Wir werden keinen Grund zur Anklage gegen Daniel finden, es sei denn wegen seiner Gottesverehrung. Da kamen die Fürsten und Statthalter eilends vor den König gelaufen und sprachen zu ihm: Der König Darius lebe ewig! Es haben die Fürsten des Königreichs, die Würdenträger, die Statthalter, die Räte und Befehlshaber alle gedacht, es solle ein königlicher Befehl gegeben und ein strenges Gebot erlassen werden, dass jeder, der in dreißig Tagen etwas bitten wird von irgendeinem Gott oder Menschen außer von dir, dem König, allein, zu den Löwen in die Grube geworfen werden soll. Darum, o König, wollest du ein solches Gebot ausgehen lassen und ein Schreiben aufsetzen, das nicht wieder geändert werden darf nach dem Gesetz der Meder und Perser, das unaufhebbar ist. So ließ der König Darius das Schreiben und das Gebot aufsetzen. – Als nun Daniel erfuhr, daß ein solches Gebot ergangen war, ging er hinein in sein Haus. Er hatte aber an seinem Obergemach offene Fenster nach Jerusalem, und er fiel dreimal am Tag auf seine Knie, betete, lobte und dankte seinem Gott, wie er es auch vorher zu tun pflegte. Da kamen jene Männer eilends gelaufen und fanden Daniel, wie er betete und flehte vor seinem Gott. Da traten sie vor den König und redeten mit ihm über das königliche Gebot: O König, hast du nicht ein Gebot erlassen, daß jeder, der in dreißig Tagen etwas bitten würde von irgendeinem Gott oder Menschen außer von dir, dem König, allein, zu den Löwen in die Grube geworfen werden solle? Der König antwortete und sprach: Das ist wahr, und das Gesetz der Meder und Perser kann niemand aufheben. Sie antworteten und sprachen vor dem König: Daniel, einer der Gefangenen aus Juda, der achtet weder dich noch dein Gebot, das du erlassen hast; denn er betet dreimal am Tage. Als der König das hörte, wurde er sehr betrübt und war darauf bedacht, Daniel die Freiheit zu erhalten, und mühte sich, bis die Sonne unterging, ihn zu erretten. Aber die Männer kamen wieder zum König gelaufen und sprachen zu ihm: Du weißt doch, König, es ist das Gesetz der Meder und Perser, daß alle Gebote und Befehle, die der König beschlossen hat, unverändert bleiben sollen. Da befahl der König, Daniel herzubringen. Und sie warfen ihn zu den Löwen in die Grube. Der König aber sprach zu Daniel: Dein Gott, dem du ohne Unterlass dienst, der helfe dir! Und sie brachten einen Stein, den legten sie vor die Öffnung der Grube; den versiegelte der König mit seinem eigenen Ring und mit dem Ringe seiner Mächtigen, damit nichts anderes mit Daniel geschähe. Und der König ging weg in seinen Palast und fastete die Nacht über und ließ kein Essen vor sich bringen und konnte auch nicht schlafen. Früh am Morgen, als der Tag anbrach, stand der König auf und ging eilends zur Grube, wo die Löwen waren. Und als er zur Grube kam, rief er Daniel mit angstvoller Stimme. Und der König sprach zu Daniel: Daniel, du Knecht des lebendigen Gottes, hat dich dein Gott, dem du ohne Unterlaß dienst, auch erretten können von den Löwen? Daniel aber redete mit dem König: Der König lebe ewig! Mein Gott hat seinen Engel gesandt, der den Löwen den Rachen zugehalten hat, so daß sie mir kein Leid antun konnten; denn vor ihm bin ich unschuldig, und auch gegen dich, mein König, habe ich nichts Böses getan. Da wurde der König sehr froh und ließ Daniel aus der Grube herausziehen. Und sie zogen Daniel aus der Grube heraus, und man fand keine Verletzung an ihm; denn er hatte seinem Gott vertraut. Da ließ der König die Männer, die Daniel verklagt hatten, holen und zu den Löwen in die Grube werfen samt ihren Kindern und Frauen. Und ehe sie den Boden erreichten, ergriffen die Löwen sie und zermalmten alle ihre Knochen. Da ließ der König Darius allen Völkern und Leuten aus so vielen verschiedenen Sprachen auf der ganzen Erde schreiben: Viel Friede zuvor! Das ist mein Befehl, daß man in meinem ganzen Königreich den Gott Daniels fürchten und sich vor ihm scheuen soll. Denn er ist der lebendige Gott, der ewig bleibt, und sein Reich ist unvergänglich, und seine Herrschaft hat kein Ende. Er ist ein Retter und Nothelfer, und er tut Zeichen und Wunder im Himmel und auf Erden. Der hat Daniel von den Löwen errettet. Und Daniel hatte große Macht im Königreich des Darius und auch im Königreich des Kyrus von Persien.
Geschichte 4: Die List der Gibeoniter – Davon hörten alle Könige jenseits des Jordan, auf dem Gebirge, in der Schefela und an der ganzen Küste des großen Meeres bis hin zum Libanon: die Hetiter, die Amoriter, die Kanaaniter, die Persiter, die Hiniter und die Jebusiter. Sie taten sich zusammen, um gemeinsam gegen Jesus und sein Gefolge den Kampf aufzunehmen. – Als die Einwohner der Völker Israels erfuhren, dass Jesus zahlreichen Armen und Kranken geholfen hatte und die Reichen verurteilt hatte, griffen sie aufgebracht zu den Waffen. Der Volksstamm der Gibeoniter, die von Jesu Worte Besitz ergriffen hatten und sie beseelten. Nachdem sie die Botschaft erhalten hatten, dass sich die großen Völker, die Hetiter, die Amoriter, die Kanaaniter, die Persiter, die Hiniter und die Jebusiter, zusammengeschlossen hatten, um den Herrn zu ermorden, führten sie unter trügerischem Vorwand in eine Falle. Die Heiden bettelten um Vergebung ihrer Schuld, die ihnen der Herr gewährte.
Geschichte 5: Bedrängnis durch Assur – In jener Zeit sandte König Ahas einen Hilferuf an seinen befreundeten König Assur, denn die Edomiter waren auch bei ihm eingedrungen. Gleichzeitig plagte sein Volk eine schlimme Krankheit, viele seiner Kämpfer waren ihr schon zum Opfer gefallen. Ahas betete Tag und Nacht zum Herrn, er möge sein Reich vor dem Untergang bewahren. – Als der König Assur den Hilferuf hörte, war er besorgt, da das Reich von Ahas ein sehr starkes war und er die Edomiter nicht für stark hielt. Er zögerte auch zuerst, seine Truppen zur Unterstützung zu schicken, da er Angst hatte, zu verlieren. So sandte er seine Truppen zu Ahas um sein Reich zu vernichten. Doch als sie ankamen, wurden sie von der Krankheit angesteckt und wurden von den Anhängern Ahas besiegt, von denen die Krankheit plötzlich abgelassen hatte und auch die Edomiter traf. Als der besiegte Assur auf seinen Freund traf, wurde er gefragt warum er ihn verraten habe. – Da sagte Assus zu ihm: „Dein Volk war schwach und wurde von den Edomitern angegriffen. Ich griff dich an um nicht meine eigenen Männer zu verlieren! Vergib mir, denn hättest du nicht ebenso gehandelt? “ Daraufhin wurde Ahas zornig und er wollte den Assus erschlagen. – Plözlich öffnete sich eine Wolke und der Herr sprach zu Assus:„ Mein Sohn, warum hast du deinen Freund verraten? Ich habe dich auf die Probe gestellt und du schließt dich dem Feinde deines Freundes an. Hätte dich nicht dein Glauben an deinen Herrn stärken sollen und dir die Kraft geben sollen, um den Krieg zu bestehen? Als Strafe wird dein Volk von einer schlimmen Seuche heimgesucht, sieben Monate lang, eure Felder sollen verdorren und aus den Brunnen soll kein Wasser mehr fließen!“ Und so wie der Herr gesagt hatte, geschah es. Das Volk des Ahas blühte auf und das des Assus raffte dahin und wurde schließlich Opfer des Zorns Gottes.
Geschichte 6: Jonas Ungehorsam und Bestrafung – Es geschah das Wort des HERRN zu Jona, dem Sohn Amitthais, und sprach: Mache dich auf und gehe in die große Stadt Ninive und predige wider sie! denn ihre Bosheit ist heraufgekommen vor mich. Aber Jona machte sich auf und floh vor dem HERRN und wollte gen Tharsis und kam hinab gen Japho. Und da er ein Schiff fand, das gen Tharsis wollte fahren, gab er Fährgeld und trat hinein, dass er mit ihnen gen Tharsis führe vor dem HERRN. – Da ließ der HERR einen großen Wind aufs Meer kommen, und es erhob sich ein großes Ungewitter auf dem Meer, dass man meinte, das Schiff würde zerbrechen. Und die Schiffsleute fürchteten sich und schrieen, ein jeglicher zu seinem Gott, und warfen das Gerät, das im Schiff war, ins Meer, dass es leichter würde. Aber Jona war hinunter in das Schiff gestiegen, lag und schlief. Da trat zu ihm der Schiffsherr und sprach zu ihm: Was schläfst du? Stehe auf, rufe deinen Gott an! ob vielleicht Gott an uns gedenken wollte, dass wir nicht verdürben. 7Und einer sprach zum andern: Kommt, wir wollen losen, daß wir erfahren, um welches willen es uns so übel gehe. Und da sie losten traf’s Jona. Da sprachen sie zu ihm: Sage uns, warum geht es uns so übel? was ist dein Gewerbe, und wo kommst du her? Aus welchem Lande bist du, und von welchem Volk bist du? Er sprach zu ihnen: Ich bin ein Hebräer und fürchte den HERRN, den Gott des Himmels, welcher gemacht hat das Meer und das Trockene. Da fürchteten sich die Leute sehr und sprachen zu ihm: Warum hast du denn solches getan? denn sie wussten, dass er vor dem HERRN floh; denn er hatte es ihnen gesagt. Da sprachen sie zu ihm: Was sollen wir denn mit dir tun, dass uns das Meer still werde? Denn das Meer fuhr ungestüm. Er sprach zu ihnen: Nehmt mich und werft mich ins Meer, so wird euch das Meer still werden. Denn ich weiß, dass solch groß Ungewitter über euch kommt um meinetwillen. Und die Leute trieben, dass sie wieder zu Lande kämen; aber sie konnten nicht, denn das Meer fuhr ungestüm wider sie. Da riefen sie zu dem HERRN und sprachen: Ach HERR, lass uns nicht verderben um dieses Mannes Seele willen und rechne uns nicht zu unschuldig Blut! denn du, HERR, tust, wie dir’s gefällt. Und sie nahmen Jona und warfen ihn ins Meer; das stand das Meer still von seinem Wüten. Und die Leute fürchteten den HERR sehr und taten dem HERRN Opfer und Gelübde. Jona wurde daraufhin von einem großen Fisch verschluckt und zurück an seinen Bestimmungsort gebracht.

Von Christian Lippke & Tobias Halbleib